Eine Mehrheit hat beschlossen, dass es wieder ein Floß geben soll. An der Gaudifloßfahrt am 18. Juni 2017 wollen wir mit einem Floß „Thema Dschungelbuch“ starten. Als Fahrer haben sich Rainer, Christel und Mechthild bereit erklärt. Das Bauen ist diesmal mit ein paar Schwierigkeiten verbunden. Wir können aus Platzgründen das Floß nur auf Michaels Grundstück bauen, dass aber keinen Strom, kein Wasser und keine Toiletten hat. Wir müssen bei Wind und Wetter im Freien bauen und können das fertige Floß auch nicht einschließen. Aber Probleme haben den Jahrgang ja noch nie aufgehalten. Zum ersten Treffen hat Manfred eine Palette geliefert und Dämmmaterial. Michael hat Abwasserrohre besorgt. Dann wurde noch nicht viel gemacht, wir mussten erst einmal sehen was wir so brauchen. Es wurden erste Ideen entwickelt und ein paar Vorarbeiten gemacht. Beim zweiten Treffen war wieder Bob der Baummeister alias Hans-Peter mit dabei und seine phantastische Ausrüstung. Ralf hatte Lochband mitgebracht zum Befestigen der Rohre. Martina Kaffee und Bärbel Dampfnudeln, Wasser, Wein und Sekt. Während die Herren ordentlich geschuftet haben, haben wir Frauen den Überblick behalten und die nötigen Anweisungen gegeben. Wir haben später wenn es um die Deko geht unseren Hauptpart. Bis in die Dunkelheit wurde geschafft, von Ralf mit einer Megataschenlampe beleuchtet. Das Grundgerüst wurde fertiggestellt und beim nächsten Treffen wird das Floß soweit fertig gemacht, dass man es wassern kann. Hoffentlich säuft es nicht ab!

Drittes Treffen

Heute waren Peter und Sabine als Erstes da. Peter hat uns ein super Wägelsche gebaut. Damit können wir unser Floß bis zur Weschnitz ziehen. Es wurden die restlichen Styroporplatten in die noch freien Stellen montiert. Das war der Part von uns Frauen. Die meiste Arbeit hat dabei Sabine geleistet, die alles zugesägt hat. Hinterher waren wir voll mit Styroporkugeln, man konnte denken es hätte geschneit. Die Männer haben dann Platten zugesägt und montiert auf denen man später stehen kann. Es wurden Trageschlaufen montiert, um das Floß bequemer zu transportieren. Dann wurden offene Stellen mit Bauschaum ausgefüllt. Da passierte das Bauschaumdesaster. Keiner wusste dass man unten an der Dose drehen muss, damit der Schaum aufgeht. Erst Frank, der später kam hat uns darauf aufmerksam gemacht. Diesmal hatten wir auch Strom. Sabines Bekannte Ulli hat uns welchen abgegeben. Sie kam später noch mit Sekt vorbei und wir haben zusammen auf ihren Geburtstag angestoßen. Jetzt muss noch Bauschaum nachgefüllt werden und dann kann nächste Woche die erste Jungfernfahrt stattfinden. Ralf soll mit Michael die Fahrt machen, damit mit den Schwersten die Tragkraft getestet werden kann. Ich fürchte, Ralf hat bis dahin schlaflose Nächte.

Viertes Treffen

Wie zu erwarten hat Ralf gefehlt. Manfred kam mit seinem Transporter und hat uns das Floß an die Weschnitz gefahren. Dort wurde eine Probefahrt gemacht. Rainer und Christel waren die mutigen Testfahrer. Rainer unser Gaudi-Floßfahrer-Urgestein hat gleich festgestellt, dass das Floß zu wackelig ist. Deshalb haben wir beschlossen, beim nächsten Treffen Stabilisatoren dranzubauen.

Fünftes Treffen

Peter unser Chefkonstrukteur hatte Dachlatten besorgt, sowie Schilder gedruckt und Utensilien zum neuen Thema (bleibt jetzt noch geheim) besorgt. Dann haben alle zusammengeholfen und aufwendig die Stabilisatoren drangebaut. Dann wurde der Teppich draufgemacht. Das Highlight war die von Peter und Martina besorgte Galionsfigur. Die sah so super aus. Peter hat uns auch ein Wigwam gebastelt in pink, das wurde auf das Floß montiert. Sabine hat noch einen knalligen Sonnenschirm besorgt und Ulla hatte ihren Stoff dabei. Wir sind weit gekommen. Eine weitere Probefahrt machen wir nicht. Wir hoffen einfach dass es jetzt gut schwimmt.

Sechstes Treffen

Peter wurde an der Hand operiert und ist gleich vom OP-Tisch zum Floßbau gekommen. Mit einer Hand hat er trotzdem überall mit angepackt und uns Anweisungen gegeben. Das ist mal ein Einsatz!! Er hat Zeltstangen mitgebracht, die wurden an der Front als Rosenbogen verwendet. Ulla hat eine tolle Rosengirlande besorgt die wir daran befestigt haben. Peter hat außerdem Pfeil und Bogen gebastelt, eine große Friedenspfeife mitgebracht, ein Lagerfeuer und Schatzkarten. Rosi war heute auch da und hat gleich tatkrätftig mit angepackt. Das Floß war noch ein bisschen nackisch und brauchte noch Feinschliff. Rosi hat zusammen mit Ulla, restlichen Stoff von Peter, außen um das Floß drapiert damit man die Rohre und das Styropor nicht sieht. Bärbel hat Bilder von Sabine, Ulla, Winnetouch und Winnetou laminiert und in der Größe der Rohre ausgeschnitten, die wurden auf den Rohren befestigt. Dann wurden eine Flasche Prosecco, ein Glas und eine Kosmetikprobe bei Schackeline drapiert. Dann wurden noch überall Tüllschleifen und Glitzerbänder befestigt. Am Ende war unser Floß wirklich eine Augenweide. Bunt, schräg und auffallend, so wie unser Jahrgang!

Letztes Treffen

Ulla hat ihren riesengroßen aufblasbaren Kaktus mitgebracht. Leider ist er zu groß für die Floßfahrt. Aber für die Präsentation können wir ihn gebrauchen. Er wurde von Sabine, Rosi und Ulla noch geschmückt. Sabine hat Kostüme für die Floßfahrer mitgebracht und Perücken für die Helme. Die Helme wurden noch pink angesprüht, dann die Haare gebürstet und befestigt. Am Floß wurden noch die letzten Handgriffe erledigt. Uli hat uns unser professionelles Schild gebracht, das wirklich toll aussieht. Das wurde noch festgemacht. Bärbel hat Musik für die Präsentation und für die Floßfahrt mitgebracht. Es wurde eine kleine Choreographie geprobt. Für die Präsentation haben wir uns dann für ein anderes Lied entschieden. „Komm hol das Lasso raus“gefiel der Mehrheit besser.

Die Floßfahrt

Der große Tag war gekommen. Alle waren pünktlich da und haben in ihren Kostümen phantastisch ausgesehen. Wir waren gleich ein Blickfang. Peter hat einen CD Player mitgebracht und eine CD mit dem Lied für die Präsentation. Dann haben wir nochmal kurz einen Tanz geprobt. Das Floß wurde dann an den Startplatz gezogen. Teilweise waren schon Floße da. Es war toll die anderen Floße und die Ideen dahinter zu bestaunen. Wenn die Konkurrenz groß ist, macht es mehr Spaß! Wir wurden immer wieder fotografiert und von Funk und Fernsehen interviewt. Schackeline bekam auf eine Hinweis von Gästen, noch einen Kotzbecher verpasst. Ihr wird ja so schnell übel. Wir waren eine bunte Truppe und mal wieder der größte Haufen. Bei der Präsentation haben wir eine tolle Tanzeinlage hingelegt. Wir bekamen dafür auch eine hohe Punktzahl. Der Wasserstand war dieses Jahr ein Problem. Das erste Floß kam gar nicht vom Fleck. Es waren so viele Steine im Wasser. Als wir dran waren, stellte sich heraus, dass das Floß zwar stabil gebaut war, aber sich auch nicht so gut steuern ließ. Ralf, Mario und Michael mussten schieben helfen. Aber wir kamen heil ans Ziel. Andere Teilnehmer mussten ein Bad nehmen, oder ihr Floß wurde komplett zerlegt. Unser Einsatz wurde belohnt. Wir haben den vierten Platz gemacht. Gewonnen hat wie immer das Loveboat, das auch sehr gut war, aber das Floß war am Ende kaputt und die Floßfahrer fielen ins Wasser. Nach unserer Meinung gab es da noch bessere Kandidaten, z. B. das Schneewittchenfloß. Ein Highlight war dieses Jahr unser Mario, der als Schirmträger des pinkfarbenen Schirmes immer wieder die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Sehr stolz sind wir auch auf unsere Floßfahrer Rainer, Christel und Mechthild, die wirklich ackern mussten und den Mut hatten aufs Floß zu steigen. Die ganze Gaudi-Floßfahrt war mal wieder eine grandiose Teamleistung, die mit den tollen Menschen immer wieder gelingt. Danke auch an Sabine, bei ihr wurde der Tag ausklingen gelassen. In ihrem schönen Hof kam die ganze Clique zusammen. Sabine organisiert und hilft ja immer wo sie kann. Das Organisationsteam vom Brauhaus war aber leider chaotisch. So wurde die Siegerehrung vorgezogen und wir haben es erst hinterher erfahren! Aber alles in allem hat es wieder super viel Spaß gemacht, wir haben viel gelacht. Mal sehen, ob es noch ein nächstes Mal gibt? Das kommt darauf an, ob wir wieder Floßfahrer finden.


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